Vier Personen, drei Männer und eine Frau, stehen vor Ausstellungselementen und blicken lächelnd in die Kamera. Draußen ist es finster.

Mut machen – beim Jahresauftakt 2026

Im Januar fand unser Jahresauftakt im Badeschiff mit 110 mutigen Menschen statt! Denn eine mutige Klimapolitik braucht uns alle!

Der Abend war eine bunte Mischung aus:

  • Impulsen, die unser Denken angeregt haben
  • Raum zum Reden und Spüren
  • Zeit zum Kennenlernen und gegenseitig Mut machen

Als Business Allianz Klima haben wir den Abend genutzt, um uns persönlich zu treffen und über unsere Pläne 2026 zu sprechen. Außerdem konnten wir über die eigene Branche hinweg neue Menschen kennenlernen, denen eine mutige Klimapolitik ein Anliegen ist. Danke an alle fürs Kommen und Mitfeiern!

Den Auftakt bei den Impulsen machte Bertram Barth vom INTEGRAL Institut mit dem Aufruf, die „pragmatische Mitte“ anzusprechen, wenn man aktive Klimapolitik betreiben möchte. Wir brauchen sie, weil ohne sie keine stabilen gesellschaftlichen Mehrheiten für tiefgreifende Transformationen zustande kommen und Maßnahmen politisch entweder blockiert, verwässert oder wieder zurückgenommen werden. Diese Gruppe macht rund 14 % der Bevölkerung aus, fungiert aber als „Brückenbauer“ zu anderen Milieus.
Sie lehnt Klimawandel-Leugnung ab, ist aber zugleich von radikalen „Alles und sofort“-Forderungen überfordert und hat Angst, hart erarbeiteten Wohlstand zu verlieren. Klimaschutz wird nur „Mainstream“, wenn diese systemtragende Mitte Veränderungen als sinnvoll, zumutbar und planbar erlebt – dann trägt sie Maßnahmen mit und stabilisiert sie über Wahlperioden hinweg.

Helga Kromp-Kolb rief uns die „Doomsday Clock“ in Erinnerung. Sie ist ein Symbol dafür, wie nah die Menschheit an einer selbstverschuldeten globalen Katastrophe steht. Ein Gremium aus Wissenschaftler:innen und Sicherheitsexpert:innen legt regelmäßig fest, wie viele Minuten bzw. Sekunden vor Mitternacht die Uhr steht. 2026 steht die Uhr bei 85 Sekunden vor Mitternacht – so nah an der symbolischen Katastrophe wie noch nie seit ihrer Einführung. Und gleichzeitig ruft uns Helga Kromp-Kolb dazu auf, nicht die Tatkraft zu verlieren, denn gleichzeitig passiert an allen Ecken und Enden Transformation.

Rudi Anschober hat zum Abschluss einen Hinweis auf sein neues Buch „ErMUTigung – Erfolgsgeschichten für eine bessere Welt“ mitgebracht. Es dreht sich im Kern darum, wie wir in einer Dauerkrisenstimmung wieder handlungsfähige Zuversicht gewinnen können. Anschober hält der vorherrschenden Untergangsrhetorik eine „bewusste Gegenrede“ entgegen: Pessimismus mag politisch mobilisieren, aber Hoffnung ist die stärkere gesellschaftliche Kraft. Er argumentiert, dass Zuversicht kein naives Schönreden ist, sondern auf realen Fortschritten und Lösungen beruhen muss, die bereits heute funktionieren.